Mittags im Restaurant
Da kommen sie also ins Lokal, die beiden Personen. Alle Plätze bis eben auf jene zwei, die sie nun in Beschlag nehmen, sind besetzt. Es herrscht also Hochbetrieb. Kurz studieren die neuen Gäste die Karte, die zweckmässig knapp ist, legen sie dann beiseite, beginnen sich zu unterhalten.
Sie müssen immerhin etwa fünf Minuten warten, bis die Bedienung an ihren Tisch tritt. Doch das haben sie wohl gar nicht bemerkt. Als es jetzt aber darum geht, die Bestellung aufzugeben, da geht nichts mehr: Ja, was sie jetzt nehmen sollten, beginnen sie sich lauthals zu überlegen. Vielleicht die Suppe? Oder doch ein üppiges Sandwich? Pasta? Salat und... oder...?
Die Bedienung, nach der man von manchen Tischen her schreit, da andere Gäste, relativ hektisch auf die Uhr schauend, nun (endlich) bezahlen möchten, um an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren, tritt nervös und nervöser von einem Fuss auf den anderen.
Dann endlich ist die Bestellung durchdiskutiert und aufgegeben.
Dass die eine Person versehentlich meinen Teller erhält, merken sie beide nicht. Es hätte etwas mit Spinat sein sollen - bei ihr, nicht bei mir.
War aber keiner drauf.
Ich warte weitere fünf Minuten auf mein Essen.
Das Sahnehäubchen folgt zum Abschluss dieses amüsanten Intermezzos: Da meint die eine Person zur Bedienung, als es endlich ans Bezahlen geht («gemeinsam oder getrennt?», gefolgt von einer längeren Diskussion): «Sie haben es heute wohl nicht so im Griff...»

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